Spring Boot 3.0 Migration: Softwaremodernisierung in der Produktion

24. November 2025
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Viele Industrieunternehmen nutzen immer noch Java-Anwendungen zur Steuerung, Überwachung oder Analyse ihrer Produktionsprozesse. Diese Systeme sind historisch gewachsen und basieren häufig auf älteren Spring-Versionen wie Spring 3 oder Spring 4. Obwohl sie nach wie vor zentrale Aufgaben erfüllen, geraten sie zunehmend an ihre technischen Grenzen. Das Beispiel eines Fertigungsbetriebs zeigt, wie eine Spring Boot 3.0 Migration das Fundament für eine zukunftsfähige Architektur bildet. Wir zeigen in diesem Artikel, warum sich die Umstellung auf Spring Boot lohnt und wie sie technisch am besten gelingt.

Warum werden alte Java-Anwendungen in der Industrie zum Risiko?

Viele produktionsnahe Systeme basieren noch auf Spring 2.x, 3.x oder 4.x und befinden sich damit außerhalb des regulären Supports. Es fehlen Sicherheitsupdates und Kompatibilitätskorrekturen. So entstehen Risiken für Betriebssicherheit und Compliance. Zudem wird der Entwicklungsaufwand höher, da moderne Funktionen und Bibliotheken nicht mehr ohne Weiteres integrierbar sind.

XML-Konfiguration erschwert Anpassungen und Weiterentwicklung

Ältere Java-Anwendungen nutzen häufig umfangreiche XML-Dateien zur Konfiguration. Diese machen Änderungen langsam und fehleranfällig. Moderne Architekturen nutzen Java Config in Kombination mit klar definierten Annotations, um Komponenten übersichtlich zu strukturieren und die Weiterentwicklung sowie Wartung deutlich zu erleichtern.

Steigende Datenmengen überfordern alte Architekturen

Produktionsanlagen erzeugen kontinuierlich Datenströme, die alte Spring Setups nur verzögert verarbeiten können. Es entstehen Engpässe bei der Datenverarbeitung. Das führt zu Verzögerungen oder Ausfällen im laufenden Betrieb.

Fehlende Cloud-Fähigkeit begrenzt Modernisierungsoptionen

Viele Java-Anwendungen in industriellen Umgebungen sind nicht für containerisierte oder cloudbasierte Umgebungen entwickelt worden. Sie blockieren moderne Technologien wie Kubernetes, Skalierungsmechanismen oder telemetriegestützte Betriebsprozesse.

Wachsende technische Schulden beeinträchtigen die Zukunftsfähigkeit

Veraltete Architekturkomponenten erhöhen Wartungsaufwände und verlängern Releasezyklen. Neue Funktionen wie automatisierte Datenanalyse, Echtzeit-Monitoring oder intelligente Produktionsoptimierung lassen sich nur schwer integrieren.

Eine Spring Boot 3.0 Migration ermöglicht es, diese Risiken gezielt zu reduzieren. Wie eine Modernisierung in der Praxis aussieht, zeigt ein konkretes Beispiel aus der Produktion.

Wie läuft ein Spring Boot 3.0 Migration in der Fertigung ab?

AUSGANGSLAGE

Gewachsene Java-Anwendung zur Produktionsüberwachung

Ein Industrieunternehmen nutzte seit vielen Jahren eine Java-basierte Anwendung, die Maschinendaten in der Fertigung erfasste und für interne Analysen bereitstellte. Die Software basierte auf einer älteren Java Spring-3-Architektur, war monolithisch, XML-konfiguriert und eng an die Datenbank gekoppelt. Neue Anforderungen konnten nur mit erheblichem Aufwand umgesetzt werden.

Welche Herausforderungen gab es?

Der Anlagenbetrieb produzierte täglich große Mengen an Sensordaten zu Temperatur, Druck, Durchlaufzeiten und Materialverbrauch. Die bestehende Anwendung konnte die Menge der eingehenden Daten nur verzögert verarbeiten. Gleichzeitig fehlten moderne Schnittstellen zu ERP- und MES-Systemen sowie Cloud-Optionen für die Skalierung.

LÖSUNG

Spring Boot 3.0 Migration und Einsatz von JPA

Die Modernisierung begann mit einer Analyse der vorhandenen Spring-3-Komponenten und der Datenzugriffsschicht. Anschließend wurde die Anwendung auf Spring Boot 3.0 umgestellt. Die umständlichen XML-Konfigurationen wurden durch Java Config und klar definierter Annotations ersetzt, die eine übersichtliche und wartbare Struktur ermöglicht.

JPA (Java Persistence API) modernisierte den Zugriff auf die Datenbank und sorgte für eine klare Trennung zwischen Persistenz, Services und Controllern.

Spring Boot bildete die Grundlage für klar strukturierte REST-APIs, die Maschinendaten schneller bereitstellen und externe Systeme zuverlässig integrieren. Zusätzlich wurde die Anwendung für den Einsatz in containerisierten Umgebungen vorbereitet, um Skalierungsanforderungen der Produktion besser zu erfüllen.

NUTZEN

Stabilere Prozesse und Grundlage für weitere Digitalisierungsschritte

Durch die Modernisierung konnte das Unternehmen die Datenverarbeitung erheblich beschleunigen. Mitarbeitende können die Produktionslage schneller beurteilen und fundierte Entscheidungen treffen.

Zudem reduzierte die Umstellung auf Spring Boot den Wartungsaufwand. Die neue Architektur erhöht die Betriebssicherheit und macht die Produktionsprozesse widerstandsfähiger gegenüber Lastspitzen oder Systemänderungen.

Ihr Weg zur zukunftssicheren Java-Architektur

Wenn Sie prüfen möchten, wie sich Ihre bestehende
Spring-Anwendung modernisieren lässt, unterstützen
wir Sie mit einer fundierten Analyse und
klaren Handlungsempfehlungen.

Welche Migrationspfade sind in der Industrie besonders sinnvoll?

Analyse der bestehenden Java-Architektur als erster Schritt

Eine strukturierte Bestandsaufnahme zeigt, welche Module stabil sind und wo veraltete oder schwer wartbare Komponenten bestehen. Sie legt fest, welche Bereiche technisch überarbeitet oder neu entwickelt werden müssen.

Identifikation veralteter Abhängigkeiten und inkompatibler Bibliotheken

Ältere Spring-Versionen nutzen Bibliotheken, die heute nicht mehr gepflegt oder sicher sind. Im Zuge der Migration werden sie aktualisiert oder durch moderne Alternativen ersetzt.

Migration der Konfiguration von XML zu Java Config

Die oft umfangreiche XML-Konfiguration älterer Anwendungen wird durch Java Config ersetzt, was die Struktur klarer macht und spätere Anpassungen erleichtert. Spring Boot übernimmt viele Einstellungen automatisch und reduziert damit manuellen Aufwand.

Bewertung von Schnittstellen und Modulen für eine schrittweise Migration

Viele Industrieunternehmen wählen einen modularen Ansatz, um einzelne Teile der Anwendung getrennt auf Spring Boot zu übertragen. So lassen sich Risiken minimieren und bestehende Schnittstellen kontrolliert modernisieren.

Komplettmigration auf Basis einer modularen Spring-Boot-Architektur

Wenn die Altarchitektur zu komplex ist, kann ein kompletter Neustart auf Basis einer modularen Spring-Boot-Struktur sinnvoll sein. Dies schafft langfristige Flexibilität und erleichtert den späteren Einsatz von Cloud- und Container-Technologien.

Wenn Sie sich einen umfassenden Überblick über die Modernisierung von Java-Anwendungen verschaffen möchten, finden Sie weitere Grundlagen und praxisnahe Hinweise im Artikel Java-Anwendungen modernisieren.

Welche technische Kernelemente bestimmen die Spring-Boot-Migration?

Dependency-Management, Konfigurationsmigration, Security, REST-Architektur und JPA sind die zentralen technischen Stellschrauben.

Spring Boot setzt dabei auf den aktuellen Spring-Framework-Versionen auf und vereinfacht die Entwicklung deutlich, weil viele Schritte automatisiert oder standardisiert werden.

Dependency-Management vereinfachen

Spring Boot stellt ein konsistentes und aktuelles Set an Bibliotheken bereit, wodurch veraltete oder redundante Abhängigkeiten entfallen.

Konfiguration von XML auf Java Config umstellen

Java Config sorgt mit Annotations für klar strukturierte Einstellungen und ersetzt komplexe XML-Dateien vollständig. Spring Boot übernimmt viele Konfigurationen automatisch, was die Wartung erheblich vereinfacht.

Security-Konzepte modernisieren

Ältere Implementierungen der Zugriffskontrolle werden durch moderne Security Filter Chains ersetzt. Dies erhöht die Sicherheit und verbessert die Integration in aktuelle Authentifizierungsverfahren.

REST-APIs neu strukturieren

Spring Boot unterstützt die saubere Aufteilung von Verantwortlichkeiten zwischen Controllern, Services und Repositories. Dadurch entstehen klar definierte Schnittstellen, die leichter zu testen und zu erweitern sind.

Persistenzschicht mit JPA aktualisieren

JPA ermöglicht ein robustes Mapping zwischen Datenbank und Anwendung und schafft eine saubere Trennung von Datenzugriff und Business-Logik. Der Einsatz gängiger ORM-Frameworks wie Hibernate wird vollständig unterstützt. Dies erleichtert nicht nur den Modernisierungsvorgang, sondern vereinfacht auch notwendige Datenbank-Migrationen, die im Zuge der Erneuerung regelmäßig anfallen.

Weitere strategische Ansätze und Entscheidungshilfen zur Ablösung oder Modernisierung komplexer Altsysteme finden Sie auch im Artikel Legacy-Systeme ablösen.

Ihr Weg zur zukunftssicheren Java-Architektur

Gerne beantworten wir Ihre Fragen oder
geben Ihnen eine Einschätzung zu Aufwand,
Risiken und technischen Optionen für Ihre Spring-Boot-Migration.

Wie erreicht man Betriebsreife mit Containerisierung, CI/CD und Monitoring?

Durch Container, automatisierte Pipelines und umfassendes Monitoring wird die Anwendung produktionsfähig und skalierbar.

Containerisierung für flexible Deployments

Spring Boot erzeugt lauffähige, eigenständige Artefakte, die sich problemlos in Docker-Images integrieren lassen. Dadurch wird der Einsatz in skalierbaren Umgebungen wie Kubernetes erheblich erleichtert.

CI/CD-Pipelines für schnelle und sichere Releases

Automatisierte Build- und Deployment-Prozesse (CI/CD Pipelines) stellen sicher, dass Änderungen zuverlässig getestet und ohne Verzögerung ausgeliefert werden. Unternehmen profitieren von kürzeren Releasezyklen und einer stabilen Softwarequalität.

Betriebsüberwachung mit Actuator, Logging und Telemetrie

Spring Boot Actuator stellt zentrale Systemmetriken, Health-Informationen und technische Einblicke bereit, die für Diagnose und Stabilität wichtig sind. Ergänzend ermöglichen Logging, Tracing und Telemetriedaten eine detaillierte Auswertung von Performance, Auslastung und möglichen Störungen. Diese Werkzeuge schaffen eine transparente Grundlage für einen zuverlässigen Betrieb.

Spring Boot Modernisierung kompakt

In unserem praxisnahen Workshop erhalten Sie einen
strukturierten Überblick über Migrationspfade,
Architekturentscheidungen und
Best Practices für Spring Boot 3.0.

Best Practices speziell für industrielle Java-Systeme

  • Stabiler Umgang mit großen Datenmengen

Industrielle Anwendungen müssen kontinuierlich anfallende Sensordaten zuverlässig verarbeiten. Eine optimierte Persistenzschicht und saubere Batch- oder Streaming-Prozesse sichern stabile Abläufe.

  • Migration ohne Unterbrechung des laufenden Betriebs

Produktionsanlagen benötigen eine hohe Verfügbarkeit, weshalb Modernisierungsschritte sorgfältig geplant werden müssen. Iterative Migrationen und parallele Betriebsphasen reduzieren Ausfallrisiken.

  • Kompatibilität mit bestehenden MES- und ERP-Systemen sicherstellen

Die Schnittstellen zu führenden Systemen in der Fertigung müssen konsistent und performant bleiben. Klar definierte REST-APIs erleichtern dabei die Integration und sorgen für stabile Datenflüsse.

  • Testautomatisierung für kritische Prozesse etablieren

Automatisierte Tests steigern die Zuverlässigkeit und decken Fehler frühzeitig auf. Dies ist besonders wichtig, wenn Produktionsqualität und Prozessstabilität direkt betroffen sind.

  • Wartbarkeit und langfristige Erweiterbarkeit verbessern

Eine klar modulare Architektur erleichtert zukünftige Anpassungen und Erweiterungen. Unternehmen profitieren von geringeren Wartungskosten und einer nachhaltig stabilen Java-Codebasis.

Wie unterstützt Wilde-IT Unternehmen bei Java- und Spring-Modernisierung?

Wilde-IT begleitet Unternehmen von der ersten Analyse bis zur erfolgreichen Migration auf Spring Boot 3.0. Wir führen zu Beginn ein strukturiertes Architektur-Review durch und erstellen darauf basierend eine priorisierte Migrations-Roadmap. Die Modernisierung erfolgt iterativ, sodass bestehende Systeme stabil weiterlaufen.

Das Team übernimmt Refactoring, Neuentwicklung einzelner Module und die Integration moderner Schnittstellen. Dabei wird auch die Cloud- und Containerfähigkeit hergestellt. Workshops unterstützen die interne IT bei Architekturentscheidungen und der Technologieauswahl.

Typische Bausteine der Zusammenarbeit:

  • Architektur-Review und Modernisierungsanalyse
  • Erstellung einer priorisierten Migrations-Roadmap
  • Umsetzung der Migration mit Spring Boot 3.0
  • Vorbereitung von Container- und Cloud-Deployments (inkl. Image-Build und Deployment-Pipelines)
  • Workshops zu Architektur, Sicherheit und Java-Modernisierung

Weitere Informationen zu unseren Leistungen finden Sie auf der Seite zur Softwaremodernisierung, wo wir unsere Vorgehensweise, Angebote und Modernisierungsbausteine im Detail erläutern.

Wenn Sie Ihre Java-Anwendung modernisieren möchten oder eine erste Einschätzung zu Aufwand und Risiken benötigen, stehen wir Ihnen gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

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